Dieter Acker wurde 1940 in Hermannstadt in Siebenbürgen / Rumänien geboren. Seit frühester Kindheit wurde er durch seinen ersten Lehrer Franz Xaver Dressler, einem Schüler Straubes und Regers mit der deutschen Musikkultur vertraut. Sein Kompositionslehrer Sigismund Toduta, ein Schüler Pizzettis und Casellas, führte ihn zu einem profunden und umfassenden Musikverständnis. Die politische, insbesonders die kunstpolitische Situation in Rumänien brachte Acker jedoch 1969 dazu, nach Deutschland umzusiedeln. Es gelang ihm auch hier der Aufstieg in die Hochschullaufbahn, zuerst in Düsseldorf und dann 1972 in München, wo er als Professor für Komposition tätig war.
”Nie einer avantgardistischen Parteiung verpflichtet, entwickelte Acker einen ganz eigenen Kompositionsstil, der vor allem auf Verständlichkeit und Nachvollziehbarkeit angelegt ist, ohne dabei in populäre Anbiederung zu geraten. Seine Musik ist melodiös, sensibel, von feiner Struktur und doch von intensiver Wirkung, der verhaltenen Stille, des Lyrischen ebenso mächtig wie der grossen Steigerung, des Ekstatischen. Ihre Eindringlichkeit berührt und überträgt sich unmittelbar.” (Horst Leuchtmann)
Sein Werkverzeichnis umfasst weit über hundert Kompositionen, die von namhaften Interpreten in vielen europäischen und aussereuropäischen Ländern aufgeführt werden. Zahlreiche Rundfunkaufnahmen und -sendungen, sowie viele gedruckte Ausgaben seiner Werke kommen hinzu. Er wurde mehrfach mit deutschen und internationalen Kompositionspreisen ausgezeichnet.
Acker schrieb vor allem Orchesterkompositionen (6 Sinfonien), Instrumentalkonzerte, Kammermusik in den verschiedesten Besetzungen, sowie Klavier-, Orgelwerke und Vokalmusik. Dieter Acker starb 2006 in München.

Der Titel des 1973 entstandenen Duos ”Cantus gemellus” für zwei Violinen bedeutet soviel wie Zwillingsgesang. Das viersätzige Werk hat einen tief-ernsten Charakter mit sehr emotionellen bis erregt-wilden Ausbrüchen, die mit ausdrucksvollen, Hoffnung verheissenden Stimmungsmomenten korrespondieren.

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